Metropolregion Rhein-Neckar

Heidelberg

Kindertagestätten in neuer Holz-Modul-Bauweise

Um eine möglichst zügige und wirtschaftliche Umsetzung von Kindertagesstätten zu ermöglichen, hat die Stadt Heidelberg ein serielles Baukastensystem in Holzmodulbauweise entwickelt. Hierzu hat die Stadt Heidelberg einen ausgelegten Rahmenvertrag mit einer österreichischen Holzbaufirma abgeschlossen, aus dem bis 2026 ca. 4-6 Kitas errichtet werden sollen. Das Baukastensystem kann variabel auf die grundstückspezifische Situation geplant und aufgrund der Modulbauweise flexibel geändert werden. 

Die Module werden bei der Herstellung fest mit allen mit allen Einbauten wie Sanitärgegenständen, Trennwänden, Leuchten und Endanstrich versehen. Um ein einheitliches Erscheinungsbild zu gewährleisten sind sämtliche Einbaumöbel ebenfalls passend durch den Holzbau-Generalunternehmer realisiert.

 Die Planung und Erstellung der Bodenplatte und der nicht öffentlichen Erschließung, sowie der Außenanlage wird durch eine vom Auftraggeber beauftragte Rohbaufirma erstellt. 

Neubau 6-gruppige Kita im Breisacher Weg

Als erstes Projekt einer Reihe von Kindertagesstätten in Modulbauweise wurde ein 6-gruppiger Kindergarten mit 4 Kita- und 2 Krippengruppen in Passivhausbauweise umgesetzt. Mit dem Erweiterungsbau wurden 100 zusätzliche Betreuungsplätze eingerichtet.

 Zur Ausführung kam eine Kammstruktur, die den Kitagruppen jeweils einen eigenen intimen Außenspielbereich bietet. Im langen Verbindungstrakt sind die Verwaltungs- und Servicebereiche sowie Personal- und Mehrzweckraum untergebracht. Die Sanitärbereiche wurden jeweils unterschiedlich monochrom gestaltet und dienen zur Identifikationssteigerung der Kinder.

Erweiterungsbau einer 2-gruppigen Kita in der Furtwänglerstraße 54

Erweiterungsbau einer 2-gruppigen Kita in der Furtwänglerstraße 54 

Als zweites Projekt einer Reihe von Kindertagesstätten in Modulbauweise wurde ein 2-gruppiger Erweiterungsbau einer Bestandskita in Passivhausbauweise umgesetzt.

Mit dem Erweiterungsbau wurden 40 zusätzliche Betreuungsplätze eingerichtet. Der Anbau ist untergliedert in zwei Gruppen- und Schlafräume, zwei Intensiv- und Sanitärräume, ein Personal- und behindertengerechtes WC, einen Personalraum sowie eine Abstellkammer. Der Neubau wurde mittels eines Spielflures an den Bestandraum angeschlossen. Zwischen den beiden Gruppenräumen verbindet eine Holzterrasse als erweiterte Spielfläche die Gruppenräume. Eine Hecke schirmt den Terrassenbereich ab und bildet zudem eine Ruhezone im Außenbereich. Die Innenräume wurden mit Einbaumöbel, Leuchten und sanitären Einrichtungen ausgestattet und schlüsselfertig geliefert. Ein integriertes Lüftungssystem und einbruchsichere Lüftungs-Lamellenfenster erlauben es, die Kita auch im Sommer während der Nacht gut zu durchlüften. Große Fenster und eine Dachbegrünung inklusiver partieller Photovoltaikanlage runden den Erweiterungsbau ab. 

Fotos:Thilo Ross

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