Metropolregion Rhein-Neckar

Überregional

Heizen mit Holz – aber bitte ökologisch!

Kaminöfen können als Zusatzheizung den Anteil an erneuerbaren Energien beim Heizen steigern. Entscheidend ist jedoch die Qualität des Brennmaterials. Zeitungen, behandeltes Holz und Plastikabfälle haben im Ofen nichts verloren. Zu viel oder zu feuchtes Brennholz erhöht ebenfalls die Luftbelastung und ist außerdem unwirtschaftlich. Je mehr Feuchtigkeit ein Holzscheit enthält, desto geringer sind sein Heizwert und damit seine Energieleistung. Besser ist naturbelassenes, lufttrockenes Holz mit einem Feuchtegehalt von maximal 25 Prozent. Frisch geschlagenes Holz enthält hingegen bis zu 60 Prozent Feuchtigkeit. Brennholz ein bis drei Jahre an der Luft trocknen. Ob es trocken genug für den Ofen ist, kann auch der Schornsteinfeger mit einem Feuchtemessgerät prüfen.

Das Wohnzimmer fühlt sich zu kalt an? Einfach eine Extraportion Brennholz in den Ofen? Vorsicht, das kann daneben gehen! Allzu oft schließt man fälschlicherweise die Luftregler am Ofen, wenn es dann warm genug ist. Viele Kaminbesitzer vergessen auch, die Luftregler beim Anzünden zu öffnen. Die Regler sorgen für die notwendige Verbrennungsluft. Wird die Luftzufuhr gedrosselt, kommt es zu einer unvollständigen Verbrennung und damit zur Entstehung von Kohlenmonoxid und Glanzruß.

Dunkler Rauch quillt aus dem Schornstein? Ursache ist häufig zu feuchtes Brennholz. Wenn die Temperatur im Ofen absinkt, etwa durch freigesetzte Feuchtigkeit, verbrennt das Holz unvollständig. Als Abfallprodukt entsteht Ruß, der mit dem Rauch durch den Schornstein entweicht, sich aber auch im Ofen, Ofenrohr und Schornstein absetzt. Auf diese Weise bildet sich eine entflammbare Rußschicht, die gleichzeitig den Wirkungsgrad des Ofens verringert. Rußentwicklung macht das Heizen also sogar teurer und belastet die Umwelt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert