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EPBD – Gift für‘s Bauwesen

Mit der europäischen Gebäudeenergieeffizienzrichtlinie (EPBD) schießt das EU-Parlament über die Ziele von EU-Kommission und Mitgliedstaaten noch hinaus. Anfang Februar 2023 einigte sich der Industrieausschuss des Europäischen Parlaments auf noch ambitioniertere Regeln als die EU-Kommission. „Bauen und Renovierung müssen aber machbar bleiben“, warnt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe. Die größte Herausforderung der EPBD besteht in den Anforderungen an die Renovierung des Gebäudebestands in den kommenden Jahren. Diese soll ein ähnliches Niveau wie Neubauten erlangen. „Eigentümer sollten eher motiviert als durch gesetzliche Maßnahmen gezwungen werden“, mahnt Pakleppa.  Nach dem angenommenen Text sollen alle neuen Gebäude ab 2028 emissionsfrei sein, neue öffentliche Gebäude schon ab 2026. Die EU-Kommission hatte 2030 bzw. 2027 vorgeschlagen. 

Ein viel zu weig beachtetes Problem bei der Festlegung von Mindeststandards und Energieeffizienzklassen ist, dass in den Mitgliedsländern der EU unterschiedliche Berechnungsmethoden und Kriterien sowie Energieeffizienzklassen bestehen. Nach dem Prinzip Fordern und Fördern müssten eigentlich verschärften Anforderungen durch eine erhöhte Förderung unterstützt werden. Es wird Zeit, die Bezahlbarkeit von Wohnraum in den Fokus zu rücken. Bei den Vorhaben der EU zur Sanierung sieht das anders aus.

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